{"id":1007,"date":"2015-09-13T10:30:21","date_gmt":"2015-09-13T10:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=1007"},"modified":"2020-08-25T12:56:21","modified_gmt":"2020-08-25T12:56:21","slug":"cima","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=1007","title":{"rendered":"Heim und Heimat f\u00fcr Stra\u00dfenjungs in Lima"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/3-jovenes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1003\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/3-jovenes-150x150.jpg\" alt=\"3 jovenes de CIMA\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Das Stadtbild der Hauptstadt Perus ist gepr\u00e4gt von Stra\u00dfenkindern. Viele leben unter Br\u00fccken, in verlassenen Parks, in H\u00e4userruinen oder haben irgend eine Art von Zuhause. Oft sind das auch 12-15 qm kleine, selbst zusammengeflickte Sperrholz-H\u00fctten mit Blechd\u00e4chern in denen sie auf zerschlissenen Matratzen schlafen. Die j\u00fcngsten Stra\u00dfenkinder in Lima sind kaum \u00e4lter als sechs Jahre &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie wachsen (viel zu) fr\u00fch ohne Familie auf \u2013 alleingelassen\u00a0 zwischen Drogen, Kriminalit\u00e4t und Prostitution. Viele haben schon zuhause Gewalt und Kindesmissbrauch erlebt. Nun suchen sie Zuflucht in den Stra\u00dfen und versuchen in Kleingruppen von ihresgleichen zu \u00fcberleben. Meist bleibt ihnen nichts anderes \u00fcbrig, als sich mit illegalen Aktivit\u00e4ten wie Raub und Betrug einzulassen. Verzweifelt, schmutzig, in Lumpen gekleidet und in schlechtem Gesundheitszustand verfallen sie dem Drogenmissbrauch wie Kokain oder dem Einatmen der D\u00e4mpfe von L\u00f6sungsmitteln wie Terokal (Kleber). Die Situation der Stra\u00dfenkinder scheint f\u00fcr viele aussichtslos. Von der Gesellschaft werden sie behandelt wie ein l\u00e4stiges \u00dcbel. Eine faire Chance hatten sie nie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grund genug, den Stra\u00dfenkindern ein Zuhause zu geben. Sie brauchen eine Chance jenseits der Stra\u00dfe, z.B. bei CIMA in LIMA:<br \/>\nDer weiche Kern der harten Arbeit ist bereits im Namen beschrieben: &#8222;Zentrum der liebevollen Integration vernachl\u00e4ssigter Kinder\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegr\u00fcndet 1990 von dem kanadischen Lehrer Jean-Luis Lebel, ist CIMA f\u00fcr circa 100 Jungen im Alter von 8 bis 16 Jahren ein neues Zuhause und eine Chance auf eine Zukunft. Wenn sie bei CIMA ihre &#8218;Hymne&#8216; singen, dann stehen selbst den &#8218;harten&#8216; Jungs die Tr\u00e4nen in den Augen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Cima_JungsSingtH_Bewegt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1006\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Cima_JungsSingtH_Bewegt-1024x731.jpg\" alt=\"Cima-Jungs singen ihre 'Hymne'\" width=\"488\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Cima_JungsSingtH_Bewegt-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Cima_JungsSingtH_Bewegt-300x214.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Cima_JungsSingtH_Bewegt.jpg 1297w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Regeln im Haus sind streng, dennoch wird auf jedes Kind individuell und liebevoll eingegangen. Die Stra\u00dfenjungs erhalten Hilfen bei Lernschwierigkeiten, werden individuell betreut und medizinisch versorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist vor allem, den Jungen mit einer\u00a0 Ausbildung eine Perspektive f\u00fcr die Zukunft zu geben. Dabei helfen wir. Nachdem die Kinder vormittags die \u00f6rtliche Schule besuchen, lernen sie nachmittags handwerkliche F\u00e4higkeiten, Metallverarbeitung und Schreinern. Sie lernen, wie man Tiere und den hauseigenen Nutzgarten versorgt. Bekommen eine Einf\u00fchrung in in die Arbeit mit Computern. Sie machen Sport, Theater und sind stolz auf ihre eigene, ausgezeichnete\u00a0 Band.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lima250908-036.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-1009\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lima250908-036-300x215.jpg\" alt=\"CIMA 250908 036\" width=\"270\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lima250908-036-300x215.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lima250908-036-1024x735.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lima250908-036.jpg 2008w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a>Ein Junge erz\u00e4hlt begeistert, dass er gerade f\u00fcr die Versorgung der Tiere auf dem kleinen, anliegenden Bauernhof zust\u00e4ndig ist. Die Verantwortung f\u00fcr die Meerschweinchen (die in Peru \u00fcbrigens gegessen werden) teilt er sich mit einem Freund.\u00a0 Die beiden\u00a0 sind sichtlich stolz, dass sie so etwas wie die \u201eMeerschweinchenbeauftragten\u201c sind. Zwei kleine verschmitzt lachende Jungs mit gro\u00dfer Verantwortung. Man vergisst bei diesem Anblick schnell, dass die beiden vor kurzem noch auf der Stra\u00dfe lebten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA-ElektroTaller.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-2062 alignleft\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA-ElektroTaller-300x225.jpg\" alt=\"CIMA ElektroTaller\" width=\"267\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA-ElektroTaller-300x225.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA-ElektroTaller-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><\/a>Ein etwas \u00e4lterer Jugendlicher f\u00fchrt durch die verschiedenen Werkst\u00e4tten. Hier wird am Nachmittag geschreinert, gel\u00f6tet, geh\u00e4mmert und Metall verarbeitet. In der Ecke steht ein auseinandergenommener alter PC.\u00a0 Ein anderer Junge zerlegt gerade\u00a0 einen Trafo. Das Interesse an Technik ist gro\u00df, gerne versuchen sich die\u00a0 Jugendlichen daran, betagte Ger\u00e4te wieder zum Leben zu erwecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Garten wachsen Salat, Brokkoli, Kartoffeln\u00a0 und Tomaten f\u00fcr die Selbstversorgung der Einrichtung. Zwischen den Beeten knien\u00a0 zwei Jugendliche und j\u00e4hten Unkraut. Sie sind schon seit zwei Tagen an\u00a0 dieser Arbeit dran, sie \u00a0 wollen heute\u00a0 noch vor dem Mittagessen damit fertig werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA_JungsKoepfe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2063 alignright\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA_JungsKoepfe-300x199.jpg\" alt=\"CIMA_JungsKoepfe\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA_JungsKoepfe-300x199.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA_JungsKoepfe-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/CIMA_JungsKoepfe.jpg 1766w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Anfangs f\u00e4llt es den meisten Jungen schwer, sich an den strukturierten Alltag zu gew\u00f6hnen. Zuvor haben sie sich durch die Stra\u00dfen treiben lassen und um ihr \u00dcberleben gek\u00e4mpft. Ein Junge erz\u00e4hlt, dass er nie damit gerechnet h\u00e4tte, sich jemals Zukunftspl\u00e4ne zu ertr\u00e4umen. Geschweige denn,\u00a0 sich darauf vorzubereiten. Nun tut er beides.\u00a0 Er will Schreiner werden und saugt jede Information \u00fcber Holzbearbeitung mit allen Sinnen auf.\u00a0 Sein Blick ist offen und zuversichtlich. Es spiegeln sich Hoffnung, Mut und ein geh\u00f6riger Funke Selbstbewusstsein darin. Noch ein Jahr kann er in CIMA verbringen und dieses will er\u00a0 auch nutzen, denn nach einen Jahr in CIMA\u00a0 mu\u00df er wieder hinaus, ins &#8222;feindliche Leben&#8220;.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>ein Besuchsbericht: <a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=1012\" target=\"_blank\"><strong>Clemens Oberle \/ 2007<\/strong><br \/>\n<\/a>direkt zu unserem Projektpartner in Lima: <a href=\"http:\/\/www.hogarcima.org\/de\/\" target=\"_blank\"><strong>CIMA in LIMA<\/strong><br \/>\n<\/a>eine weitere deutsche Organisation, die hier mithilft: <strong><a href=\"http:\/\/www.aktionperuhilfe.de\/cima.php\" target=\"_blank\">Aktion Peruhilfe e.V.<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Stadtbild der Hauptstadt Perus ist gepr\u00e4gt von Stra\u00dfenkindern. Viele leben unter Br\u00fccken, in verlassenen Parks, in H\u00e4userruinen oder haben irgend eine Art von Zuhause. 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