{"id":384,"date":"2015-04-23T12:30:08","date_gmt":"2015-04-23T12:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=384"},"modified":"2020-08-25T10:19:23","modified_gmt":"2020-08-25T10:19:23","slug":"ein-leben-lang-genug-reis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=384","title":{"rendered":"Ein Leben lang genug Reis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein eigenes Einkommen schaffen \/ aus unserem Einzelhilfefonds<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Kirodha-Fisch-e1431353748131.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-thumbnail wp-image-388 alignright\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Kirodha-Fisch-150x150.jpg\" alt=\"Bangla Frau Kirodha Fisch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Kleine Lehmh\u00fctten, staubige Pfade und saftige Felder, K\u00fche und Ziegen, spielende Kinder\u00a0und herrenlose Hunde.<br \/>\nDiese Bilder geh\u00f6ren zum Alltag von Sobhura, Kirodha und Suchitra.<br \/>\nAlle drei Frauen wohnen in einem kleinen Dorf in Bangladesh.<br \/>\nSie verbindet, dass sie nicht mehr am Hungertuch nagen m\u00fcssen, sondern nun ein regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen f\u00fcr ihre Familien erwirtschaften &#8230;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch vor ein paar Jahren lebte Sobhura in der Regel von nur zwei Mahlzeiten am Tag. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-389 alignleft\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Sobhura-Holz-300x225.jpg\" alt=\"Bangla Frau Sobhura Holz\" width=\"283\" height=\"212\" \/><br \/>\nDas Geld ihres Mannes reichte hinten und vorne nicht aus, denn er verdiente nicht mehr als 50 Taka (70 Cent) am Tag. Mit ihren vierzig Jahren und zwei Kindern absolvierte Sobhura zusammen mit anderen Frauen ein Training bei der NGO Salamby. Sie erz\u00e4hlt l\u00e4chelnd, dass sie inzwischen wei\u00df, wie sie das Gesch\u00e4ft f\u00fchrt und\u00a0 Produkte vermarktet. Da sie geschickte H\u00e4nde hat, entschloss sie sich, Holz zu verarbeiten. \u201eNicht nur reiche Leute kaufen meine Produkte!\u201c, sagt sie. Von Salamby bekam sie zehn verschiedene Sorten Holz als Starthilfe. Das Bett, das sie gerade baut, wird gerade mal 10 Euro kosten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nachbarin Kirodha hat sich im Fischtrocknen spezialisiert.\u00a0Da ihr Mann Wurfnetze zum Fischen kn\u00fcpft und Kontakte zu den lokalen Fischern hat, lag dies auf der Hand. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-388  alignright\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Kirodha-Fisch-e1431353748131.jpg\" alt=\"Bangla Frau Kirodha Fisch\" width=\"272\" height=\"363\" \/><br \/>\nIhr Mann braucht ca. eine Woche f\u00fcr ein Netz und kann es dann f\u00fcr umgerechnet 7 Euro verkaufen. Von Salamby erhielt Kirodha zun\u00e4chst fertigen Trockenfisch im Wert von 4000 Taka (57 Euro), den sie auf den D\u00f6rfern verkaufte. Den Gewinn investierte sie in den Kauf von frischem Fisch, den sie vier oder f\u00fcnf Tage an der Sonne trocknet. Sie verkauft ihn mit einem Gewinn von 30 bis 40 Prozent. Ihr macht die Arbeit besonders Freude, da sie gerne von Dorf zu Dorf zieht und schon viele neue Freundinnen kennengelernt hat. Sie bekommt dadurch tiefe Einblicke in die Familiensituationen der anderen Frauen aus den D\u00f6rfern und motiviert diese, auch arbeiten zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher wohnt die junge Suchitra mit ihrem Mann noch in\u00a0 einer kleinen H\u00fctte, die nur ein paar Quadratmeter gro\u00df ist und anderen Leuten geh\u00f6rt. Ein Bett hat sie nicht. Sie muss auch im Winter auf dem Lehmboden schlafen.\u00a0 Das Paar kommt\u00a0 aus \u00e4rmsten Verh\u00e4ltnissen.\u00a0 Morgens gab es oft Tee mit Salz, denn der d\u00e4mpfte den Hunger f\u00fcr ein paar Stunden. Sie erinnert sich, dass ihre Eltern oft stundenlang im Schatten der H\u00fctte sa\u00dfen. Sie suchten Schutz vor der Sonne und warteten, dass ein weiterer Tag vergeht, der von Hunger und Aussichtslosigkeit gepr\u00e4gt ist. Suchitra m\u00f6chte anders leben, sie m\u00f6chte ihr Leben selbst in die Hand nehmen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Sucitra-Kuh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"   wp-image-390  alignleft\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bangla-Frau-Sucitra-Kuh-e1431353959669.jpg\" alt=\"Bangla Frau Sucitra Kuh\" width=\"277\" height=\"369\" \/><\/a>Kinder hat das Ehepaar bisher nicht, denn sie kommen ja selbst fast nicht \u00fcber die Runden. Anfangs haben sie deshalb viel gestritten. W\u00e4hrend der Regenzeit hat wenigstens ihr Mann Arbeit. Er f\u00e4ngt Fische in den flachen Seen der Umgebung. In der Trockenzeit muss er weiter entfernt Arbeit suchen. W\u00e4hrend dieser Zeit ist Suchitra auf sich gestellt. Erst vor kurzem hat\u00a0 sie von der NGO Salamby geh\u00f6rt und wollte gleich an einem Training teilnehmen. Inzwischen hat sie eine Kuh und l\u00e4sst diese t\u00e4glich am Wegrand grasen. Durch die Milch erh\u00e4lt die junge Frau das erste Mal im Leben ein Einkommen. F\u00fcr umgerechnet 30 Cent kann sie einen Liter Milch verkaufen. Suchitra freut sich auf die regelm\u00e4ssig stattfindenden Gruppentreffen der anderen Frauen des Dorfes. Hier kann sie aus den Erfahrungen der anderen lernen, an Trainingsprogrammen teilnehmen. Sie f\u00fchlt sich als Teil des\u00a0 Dorfes, die Frauen halten zusammen und helfen sich aus, wenn\u00a0 Not ist. Suchitra schaut mit freudigen Augen in die Runde, sie ist eine der J\u00fcngsten hier. Sie weiss, es gibt noch vieles,\u00a0 was sie \u00fcber Viehhaltung lernen muss, doch die junge Frau lernt unerl\u00e4sslich und tr\u00e4umt schon von weiteren K\u00fchen. Die Gespr\u00e4che mit ihrem Mann sind heute gepr\u00e4gt von Pl\u00e4nen f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu unserem Projektpartner in Bangladesch:\u00a0 <a title=\"NETZ Partnerschaft f\u00fcr Entwicklung und Gerechtigkeit e.V. \/ Wetzlar\" href=\"http:\/\/bangladesch.org\/\" target=\"_blank\"><b>NETZ e.V.<\/b><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Video zum Thema:\u00a0<strong> <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/133179970\">Ein Leben lang genug Reis<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein eigenes Einkommen schaffen \/ aus unserem Einzelhilfefonds Kleine Lehmh\u00fctten, staubige Pfade und saftige Felder, K\u00fche und Ziegen, spielende Kinder\u00a0und herrenlose Hunde. Diese Bilder geh\u00f6ren zum Alltag von Sobhura, Kirodha und Suchitra. Alle drei Frauen wohnen in einem kleinen Dorf in Bangladesh. Sie verbindet, dass sie nicht mehr am Hungertuch nagen m\u00fcssen, sondern nun ein &hellip; <a href=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=384\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ein Leben lang genug Reis<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":58,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[38,34],"tags":[],"class_list":["post-384","page","type-page","status-publish","hentry","category-hilfen-fuer-einzelne-menschen","category-weltwaerts-sonstige"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=384"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/384\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2815,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/384\/revisions\/2815"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}