{"id":4995,"date":"2013-10-11T10:20:00","date_gmt":"2013-10-11T10:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=4995"},"modified":"2023-10-31T11:36:02","modified_gmt":"2023-10-31T11:36:02","slug":"sein-ziel-fuer-den-lebensabend-gutes-tun","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=4995","title":{"rendered":"Sein Ziel f\u00fcr den Lebensabend: Gutes tun"},"content":{"rendered":"\n<p>Wilhelm Oberles Stiftung setzt eine Million Euro j\u00e4hrlich f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke ein<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Foto-WO-bei-Einfuehrungsrede-Nordrach-scaled.jpg\" width=\"177\" height=\"266\">Nordrach. Vor Beginn der Weihnachtszeit f\u00fcllen sie wieder verst\u00e4rkt die Briefk\u00e4sten: Die Aufrufe, Gutes zu tun. <br>Selbiges hat sich Wilhelm Oberle schon lange auf die pers\u00f6nliche Fahne geschrieben. 2014 wird es 25 Jahre her sein, dass er eine soziale Stiftung gegr\u00fcndet hat.<br>Und zwar eine, \u00bbdie sich, ganz einfach gesagt, mit Armut besch\u00e4ftigt\u00ab, wie es Tochter Cathrin von Essen auf einer Info-Veranstaltung in Nordrach k\u00fcrzlich auf den Punkt brachte.<br><!--more-->Die Betriebswirtschaftswissenschaftlerin ist hauptberuflich im Vorstand der Stiftung t\u00e4tig, deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung wiederum in den H\u00e4nden ihres Bruders Clemens Oberle liegt. Dieser &#8211; ein studierter Philosoph &#8211; kann sich noch gut an eine Kindheit erinnern, in der das im Hof liegende Plumpsklo der Eltern des Vaters zu benutzen war.<br><br>Eines Vaters, der 1931 in Nordrach geboren, in tiefer Armut \u00bbim G\u00e4ssle\u00ab aufwuchs.<br><span style=\"font-size: inherit;\">Eines Vaters, der Million\u00e4r wurde und der dies in letzter Konsequenz der Mutter zuschreibt: \u00bbDu willst ja doch nix arbeiten, dann gehst du aufs B\u00fcro\u00ab, gibt Stiftungsgr\u00fcnder<br><\/span><span style=\"font-size: inherit;\">Wilhelm <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">Oberle <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">schmunzelnd den Grund wieder, dass er einst eine kaufm\u00e4nnische Lehre absolvierte.<br><\/span>Im Tal hatte dieser Beruf damals offenbar kein hohes Ansehen. \u00bbWenn man aus dem B\u00fcro in die Produktion kam, dann hie\u00df es: Jetzt kommt wieder einer vom Radiergummibau\u00ab, erinnert sich der heutige Tr\u00e4ger des Bundesverdienstkreuzes und Nordracher Ehrenb\u00fcrger.<br><span style=\"font-size: inherit;\">In Betrieben verschiedener Branchen, \u00fcber Stuttgart und Karlsruhe bis hin nach Frankfurt, war Wilhelm Oberle daraufhin in leitenden Marketingfunktionen t\u00e4tig.<br><\/span><span style=\"font-size: inherit;\">1961 <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">machte <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">er sich dann mit <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">einem Pharma-Unternehmen selbstst\u00e4ndig.<br>\u00bbIch habe Gl\u00fcck <\/span>gehabt und war erfolgreich\u00ab, konstatiert er heute und wei\u00df:<br>\u00bbAlle, die Erfolg haben, sind in der Gefahr zu glauben, dass sie alles allein gemacht haben.\u00ab Um so mehr betont er, dass es die Zeitumst\u00e4nde und das Gl\u00fcck waren, die ihm geholfen haben, vor allem aber auch: \u00bbMitarbeiter, Bekannte, Freunde.\u00ab<br>In einem Alter, in dem \u00bbauch jeder andere in Rente geht\u00ab, verkaufte er seine Firma, \u00bbzu einem g\u00fcnstigen Zeitpunkt, zu einem g\u00fcnstigen Preis.\u00ab Und stellte fest, mit einem Mal viel mehr Geld zu haben, als er es f\u00fcr sein weiteres Leben brauchen w\u00fcrde.<br>Mit einem erheblichen Teil des Erl\u00f6ses gr\u00fcndete er daher eine Stiftung, deren Zweck es ist, auf unb\u00fcrokratische Weise Menschen in Not zu helfen.<br><span style=\"font-size: inherit;\">\u00bbErfolg kann ein Leben ausf\u00fcllen, aber er kann nicht der Sinn des Lebens sein\u00ab, meint Oberle, der auf Lebenszeit Vorstandsvorsitzender seiner Stiftung ist.<br><br><\/span>Mittel in H\u00f6he von einer Million Euro flie\u00dfen j\u00e4hrlich, je zur H\u00e4lfte ins In- und Ausland. In Deutschland handelt es sich hierbei haupts\u00e4chlich um die Vergabe von einmaligen finanziellen Hilfen an Menschen in Notlagen, die sich jedoch nicht selbst um Zuwendungen \u00bbbewerben\u00ab k\u00f6nnen. Von j\u00e4hrlich 2000 Anfragen werden etwa 700 positiv entschieden, wobei die Hilfsleistungen je nach Notlage vielf\u00e4ltiger Art sind. <span style=\"font-size: inherit;\">Besonders problematisch sind Stromsperren\u00ab, wei\u00df Cathrin von Essen. Denn wenn zum Beispiel bei einem Diabetiker der K\u00fchlschrank nicht mehr l\u00e4uft, verderben seine Medikamente. In H\u00e4rtef\u00e4llen wie diesen gew\u00e4hrt die Stiftung Beihilfen zur Begleichung von Prim\u00e4rschulden, <\/span><span style=\"font-size: inherit;\">wobei wir es nicht so notwendig finden, nachzubohren, wie es zu der Notlage ge<\/span>kommen ist. <br><br><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/IMG_7790-scaled.jpg\">Mit der Gr\u00fcndung einer Stiftung, die von zwei Kindern von ihm geleitet wird, wollte sich Wilhelm Oberle (Mitte) dankbar erweisen f\u00fcr das, was er selbst im Leben empfangen hat. <br>Unser Foto zeigt ihn mit seinen Kindern Cathrin von Essen und Clemens Oberle.<br>Fotos: Kleinke-Bialy<br><br>Stolz ist die Stiftung darauf, einen Entschuldungsfond gegr\u00fcndet zu haben. Denn der holte die evangelische und katholische Kirche mit ins Boot &#8211; \u00bbin einer erstmals wirklichen Kooperation zwischen beiden\u00ab, wie von Essen betont. Auch Zusch\u00fcsse f\u00fcr medizinische Hilfsleistungen oder etwa behindertengerechte Fahrzeuge gew\u00e4hrt die Stiftung, desgleichen zu Ferienfreizeiten. Hinzu kommen Darlehen, sei es zur Finanzierung einer Mietkaution oder eines beruflich notwendigen F\u00fchrerscheins. Einen dritten Bereich stellt die Finanzierung regionaler Projekte f\u00fcr benachteiligte Kinder und Jugendliche dar.<br>Das k\u00f6nnen Pr\u00e4ventionsveranstaltungen an Schulen zu den Themen Armut, Konsum und Schulden sein. Oder Zusch\u00fcsse f\u00fcr Kinderbibliotheken oder Hausaufgabenhilfe &#8211; gerade auch dann, wenn es um Spracherwerb geht. Oder es wird Hilfe in Form eines Sch\u00fclerstipendiums gew\u00e4hrt, wie im Fall eines Roma-M\u00e4dchens, das auf diese Weise eine Ausbildung machen konnte statt Geld verdienen zu m\u00fcssen.<br>\u00dcberdies werden kulturelle Anliegen unterst\u00fctzt, wobei die Stiftung &#8211; wie in anderen Bereichen auch &#8211; jene Menschen und Organisationen ber\u00e4t, die Menschen in Not helfen. So geschehen bei einem von einer Sozialarbeiterin veranstalteten Filmprojekt f\u00fcr Hauptsch\u00fcler, viele von ihnen mit Migrationshintergrund. Das Ergebnis erhielt den Jugendfilmpreis. Im Ausland, in L\u00e4ndern Lateinamerikas und Afrikas, bem\u00fcht sich die Stiftung um zumindest minimale Struktur-verbesserungen sowie um Hilfe zur Selbsthilfe. \u00bbGib den Armen keinen Fisch, sondern eine Angel\u00ab, verdeutlicht Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Clemens Oberle das Prinzip.<br><br>Artikel aus dem Kinzigtal Kurier vom 13. November 2013 von Inka Kleinke-Bialy<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilhelm Oberles Stiftung setzt eine Million Euro j\u00e4hrlich f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke ein Nordrach. Vor Beginn der Weihnachtszeit f\u00fcllen sie wieder verst\u00e4rkt die Briefk\u00e4sten: Die Aufrufe, Gutes zu tun. 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