{"id":662,"date":"2015-09-05T09:19:09","date_gmt":"2015-09-05T09:19:09","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=662"},"modified":"2020-08-25T14:27:28","modified_gmt":"2020-08-25T14:27:28","slug":"wasser-fuer-aethiopien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=662","title":{"rendered":"Wasser f\u00fcr \u00c4thiopien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Frau-MitHandVormGesicht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-665\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Frau-MitHandVormGesicht-150x150.jpg\" alt=\"Frau MitHandVormGesicht\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Dauerflimmern in der Luft, Risse im Boden, dorniges Gestr\u00fcpp, Sandk\u00f6rnchen \u00fcberall. Periodische D\u00fcrren, Erosionen durch \u00dcberweidung und Entwaldung, eine hohe Bev\u00f6lkerungsdichte, enorme Steuers\u00e4tze auf agrarische Erzeugnisse und eine schlechte Infrastruktur: \u00c4thiopien geh\u00f6rt zu dem \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt!<br \/>\nOhne Wasser l\u00e4uft nichts. Viele Bauern wohnen in extrem trockenen Gebieten, mit jahreszeitlich ausgetrocknenden Wasserrinnsalen &#8230;<!--more--><br \/>\nEigentlich best\u00fcnde das Potenzial f\u00fcr eine bessere Selbstversorgung mit Vieh, Getreide, Gem\u00fcse und Obst. Sogar ein \u00dcberschuss-Verkauf bis hin zum Export lie\u00dfe sich erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/WasserHolenMitEsel2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2154\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/WasserHolenMitEsel2-203x300.jpg\" alt=\"WasserHolenMitEsel2\" width=\"186\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/WasserHolenMitEsel2-203x300.jpg 203w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/WasserHolenMitEsel2-694x1024.jpg 694w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/WasserHolenMitEsel2.jpg 1363w\" sizes=\"auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a>Aber das Wasser dazu? Das muss von weit her geholt werden. Klar, die Aufgabe der der Frauen und Kinder. Mit ihren Plastikkanistern legen sie t\u00e4glich viele Kilometer zur\u00fcck. Oft sogar\u00a0 mehrmals t\u00e4glich. Im Ort Koraro im Norden \u00c4thiopiens w\u00fcrde ein &#8222;Unterwasser&#8220;-Staudamm\u00a0 eine nachhaltige Wasserversorgung erm\u00f6glichen.\u00a0Doch der Weg dahin ist so weit und steinig wie das t\u00e4gliche Wasserholen.<br \/>\nZun\u00e4chst einmal br\u00e4uchte es kompetente Ingenieure, die das Projekt planen, begleiten und umsetzen&#8230;<br \/>\nDaf\u00fcr fanden sich als &#8222;Ingenieure ohne Grenzen&#8220;, zwei Studenten aus M\u00fcnster, die in ihrem Praxissemester einen Staudamm bauen wollten!<br \/>\nSolche Eins\u00e4tze m\u00fcssen gut vorbereitet werden: Pl\u00e4ne zeichnen, Modelle aufschichten, ausrechnen, wie stark die Bauarbeiter den Ton, aus dem die Staumauer bestehen soll, zusammenpressen m\u00fcssen, Genehmigungen bei der Wasserbeh\u00f6rde einholen und Vieles mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/winkende-Kinder-im-Fluss-Ausschnitt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-674\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/winkende-Kinder-im-Fluss-Ausschnitt-300x225.jpg\" alt=\"winkende Kinder im Fluss Ausschnitt\" width=\"287\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/winkende-Kinder-im-Fluss-Ausschnitt-300x225.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/winkende-Kinder-im-Fluss-Ausschnitt-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/winkende-Kinder-im-Fluss-Ausschnitt.jpg 1083w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><\/a>Auch das Wasser selbst kann solchen Projekten einen Strich durch die Rechnung ziehen. Wenn der erste Regen vor Bauabschlu\u00df\u00a0 kommt, und der Regen kommt oft sturzflutartig , ist es mit dem ganzen\u00a0 Projekt auch schon wieder vorbei.<br \/>\nDaneben muss nat\u00fcrlich die Finanzierung f\u00fcr das Projekt gesichert sein&#8230;<br \/>\nWie gut, das sich &#8211; neben dem eifrigen Spendensammeln &#8211; auch eine bestimmte deutsche Stiftung fand, die eine &#8222;Ausfallb\u00fcrgschaft&#8220; beisteuerte, damit rechtzeitig begonnen werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Ort geh\u00f6rt dann viel Improvisationstalent dazu,\u00a0 bis in Afrika das Wasser flie\u00dfen kann. Das mu\u00dften die deutschen Studenten schnell lernen. Am Wichtigsten ist, dass die Dorfbewohner vor Ort eingebunden werden. Es muss \u201eihr\u201c Staudamm sein. Sie m\u00fcssen selbst Hand anlegen, verstehen wie alles gebaut wird, weil sie sp\u00e4ter auich die Wartung des Staudamms \u00fcbernehmen.<br \/>\nUnd so sieht es dann also aus, wenn junge Ingenieure nerv\u00f6s werden: In drei Wochen, sch\u00e4tzen Dietmar Klopfer, 28, und Aadil Belgriri, 29, vor dem ersten Regen, m\u00fcssten sie ihren Staudamm fertig bauen \u2013 und jetzt? Setzt sich Klopfer erst einmal in den Schatten am Rande des trockenen Flussbetts, sein Kollege Belgriri steht mit zweifelndem Gesichtsausdruck unter einem Baumgerippe. \u00bbDas gro\u00dfe Palaver\u00ab, sagt Klopfer \u2013 und sieht auf die 20 M\u00e4nner, die mit am Unterwasserdamm bauen. Sie debattieren am Ufer, einer fuchtelt mit den Armen vor seinem Gesicht herum. Das Thema: Wie sollen sie die Arbeit aufteilen? Von alledem verstehen Klopfer und Belgriri aber\u00a0 kein Wort, denn der \u00dcbersetzer ist heute nicht gekommen &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerBrunnen-JungeTrinkt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-664 alignleft\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerBrunnen-JungeTrinkt-267x300.jpg\" alt=\"DerBrunnen JungeTrinkt\" width=\"242\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerBrunnen-JungeTrinkt-267x300.jpg 267w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerBrunnen-JungeTrinkt-912x1024.jpg 912w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DerBrunnen-JungeTrinkt.jpg 1243w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/a>Aber -wenn\u00a0 die kulturelle \u00dcbersetzung gelingt und die dorfeigene Logik entwickelt worden ist, kann es pl\u00f6tzlich\u00a0 erstaunlich schnell gehen.<br \/>\nOft f\u00fchren Fl\u00fcsse nur in der dreimonatigen Regenzeit Wasser. Was nicht gleich verdunstet, versickert im sandigen Boden. Um dieses Wasser zu stauen, haben die M\u00e4nner mit ihren Spitzhacken und Schaufeln einen drei Meter tiefen Graben ausgehoben und\u00a0 mit Ton aufgef\u00fcllt. Das Material daf\u00fcr liefern die Termitenh\u00fcgel in der Gegend. Dann wird das Flusswasser durch einen Filter in den Brunnen geleitet, der sieben Meter tief ist. Der Vorteil: Weil alles unterirdisch stattfindet, kann die Malariam\u00fccke ihre Eier hier nicht mehr ablegen.<br \/>\nAm Ende wird Trinkwasser flie\u00dfen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : DIE ZEIT \/\u00a0Judith Scholter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/37\/C-Aethiopien\" target=\"_blank\"><strong>Wasser f\u00fcr Koraro<\/strong> (ver\u00f6ffentlicht am Do, 03. September 2009 auf zeit.de)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dauerflimmern in der Luft, Risse im Boden, dorniges Gestr\u00fcpp, Sandk\u00f6rnchen \u00fcberall. Periodische D\u00fcrren, Erosionen durch \u00dcberweidung und Entwaldung, eine hohe Bev\u00f6lkerungsdichte, enorme Steuers\u00e4tze auf agrarische Erzeugnisse und eine schlechte Infrastruktur: \u00c4thiopien geh\u00f6rt zu dem \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt! Ohne Wasser l\u00e4uft nichts. 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