{"id":713,"date":"2015-09-05T15:57:55","date_gmt":"2015-09-05T15:57:55","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=713"},"modified":"2023-09-22T12:15:47","modified_gmt":"2023-09-22T12:15:47","slug":"eine-dorfschule-in-den-anden-auf-4-000-m","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=713","title":{"rendered":"Eine Dorfschule in den Anden auf 4.000 m"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-714\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha-150x150.jpg\" alt=\"Dorfschule in Huaccaycancha\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><strong>Bauern und Hirten bauen eine Oberschule.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem kleinen Bauerndorf Huaccaycancha, das auf fast 4.000 m in den s\u00fcdlichen Anden Perus (Provinz Paucartambo) liegt, leben gerade mal 65 Familien, darunter viele Kinder. Nach Huaccaycancha gibt es keine richtige Stra\u00dfenanbindung, es gibt keine Gesch\u00e4fte und eine Gesundheitsstation gibt es erst in der n\u00e4chsten gr\u00f6\u00dferen Stadt &#8230; <!--more--><\/p>\n<p>Die Menschen in Huaccaycancha sind Bauern und Hirten. Sie leben von Land- und Weidewirtschaft auf 4.000 m. Hier w\u00e4chst&nbsp; nicht mehr viel: Spezielle Hochlandkartoffeln und bei uns unbekannte Wurzelgem\u00fcse , sowie Getreide wie Olluco und Quinoa.<br \/>\nDie einzelnen Parzellen der Bauern sind klein, die B\u00f6den erodiert und das Klima sehr rauh. Die Ertr\u00e4ge reichen gerade zum \u00dcberleben. Alpacas, Schafe und Meerschweinchen (!) werden gehalten und geben ein bisschen Wolle, Milch und Fleisch. Von klein an helfen die Kinder bei der Betreuung der j\u00fcngeren Geschwister, auf den Feldern und beim H\u00fcten der Tiere.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-714\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha-1024x768.jpg\" alt=\"Dorfschule in Huaccaycancha\" width=\"539\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha-300x225.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dorfschule-in-Huaccaycancha.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px\" \/><\/a>Die H\u00e4user in Huaccaycancha sind typischerweise aus Lehm gebaut, mit Fu\u00dfb\u00f6den aus gestampfter Erde und D\u00e4chern aus Stroh. Es gibt keine Heizungen, obwohl es Nachts&nbsp; in den Bergen empfindlich kalt wird. Gekocht wird&nbsp; \u00fcberwiegend mit Dung, auf dieser H\u00f6he wachsen&nbsp; kaum mehr Geh\u00f6lze.<br \/>\nEs gibt eine Grundschule, die 110 Kinder, darunter auch aus den umliegenden D\u00f6rfern , besuchen. Leider fehlt eine weiterf\u00fchrende Schule , die n\u00e4chste ist&nbsp; selbst f\u00fcr die \u00e4lteren Kinder zu weit entfernt. Schon zur Grundschule m\u00fcssen viele Kinder t\u00e4glich einen Fu\u00dfweg von bis zu 2 Std. auf sich nehmen.<\/p>\n<p>Nun soll eine `Oberschule` (Secundaria) gebaut werden, von den Eltern selbst. Hierf\u00fcr brauchen sie lediglich Unterst\u00fctzung f\u00fcr Baumaterialien, die zugekauft werden m\u00fcssen: Wellblech f\u00fcr das Dach, Fenster und T\u00fcren, Inneneinrichtung sowie Unterrichtsmaterialien.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich braucht es dann auch Lehrer vor Ort. Umgerechnet erh\u00e4lt ein Lehrer ca. 240 Euro im Monat, davon muss er den Weg nach Huaccaycancha in Kauf nehmen und seine oft weit entfernt lebende Familie ern\u00e4hren.<br \/>\nWenn &#8211; als staatliche Bedingung (!) &#8211; zwei weitere Schulr\u00e4ume gebaut worden sind, w\u00fcrde zun\u00e4chst ein Lehrer, sp\u00e4ter dann zwei geschickt und staatlich \u2013wenn auch nicht stattlich &#8211; bezahlt, so dass die wichtigsten Kosten f\u00fcr die Schule gedeckt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/ninosEscuela2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-717\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/ninosEscuela2-300x189.jpg\" alt=\"ninosEscuela2\" width=\"260\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/ninosEscuela2-300x189.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/ninosEscuela2-1024x644.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Die Eltern wissen um die hohe Bedeutung der &#8222;Oberstufe&#8220; im Ort, denn mit dieser Weiterbildung k\u00f6nnten ihre Kinder und Jugendlichen im Dorf bleiben, und m\u00fcssten nicht schon in jungem Alter in die ferne Stadt ziehen.<br \/>\nDie meisten Eltern k\u00f6nnten einen Schulplatz in der fernen Statt sowieso nicht finanzieren. Ihre Kinder m\u00fcssten stattdessen nach der Grundschulausbildung weiter zuhause die Tiere h\u00fcten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bauern und Hirten bauen eine Oberschule. In dem kleinen Bauerndorf Huaccaycancha, das auf fast 4.000 m in den s\u00fcdlichen Anden Perus (Provinz Paucartambo) liegt, leben gerade mal 65 Familien, darunter viele Kinder. 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