{"id":752,"date":"2015-09-08T20:34:54","date_gmt":"2015-09-08T20:34:54","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=752"},"modified":"2015-11-30T19:48:00","modified_gmt":"2015-11-30T19:48:00","slug":"schuldnerberatung-fuer-sparsame-schwaebinnen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=752","title":{"rendered":"Schuldnerberatung f\u00fcr sparsame Schw\u00e4binnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Fotolia_76322634_L.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-754\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Fotolia_76322634_L-150x150.jpg\" alt=\"Euro Turm\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Es gibt sie noch, die echten, alten Schw\u00e4binnen und eine davon hat sich neulich auch bei uns telefonisch in der Schuldnerberatung gemeldet. Eine alleinstehende Witwe, in den siebzigern, mit kleiner Witwenrente und einer noch viel kleineren Altersrente (&#8222;Mir hen halt gschafft&#8220;). Auch beide kleinen Renten zusammengez\u00e4hlt: weit weg von jeder Pf\u00e4ndbarkeit.<br \/>\nAls Regalf\u00fcllerin hat sie bis vor kurzem noch nebenher gearbeitet um einen kleinen Uralt-Kredit zu bedienen, noch aus Zeiten mit ihrem Mann, selig.<!--more--><br \/>\nDen Regalf\u00fcller-Job &#8211; ein kleines Geld f\u00fcr die hohe Schuldzinsen &#8211; hat sie jetzt verloren und so gar nicht gewu\u00dft, wie&#8217;s denn weitergehen soll, mit den auflaufenden R\u00fcckst\u00e4nden &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber mit ein paar Ratschl\u00e4gen war ihr schnell der R\u00fccken gest\u00e4rkt, f\u00fcr einen \u201eaufrechten Gang\u201c(Ernst Bloch).<br \/>\nEin paar Mal haben wir&#8217;s zusammen ge\u00fcbt, wie mit den Anrufen des Inkasso-Callcenters umzugehen ist. Jetzt bei\u00dft da jeder Student mit seinem vorgefertigten Gespr\u00e4chsleitfaden auf Granit, wenn sie bodenst\u00e4ndig, klar und in bestem Schw\u00e4bisch dann sagen kann:<br \/>\n&#8222;so bin i halt, gradraus, un gschafft haab i emmer, nur hab i halt nix und so isches halt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schulden kann man so lassen, wie sie stehen und liegen. Zum Tilgen bleibt halt wirklich nichts \u00fcbrig. Auch ein Insolvenzverfahren brauchen wir nicht durchzuf\u00fchren:<br \/>\ndie Frau w\u00e4chst mittlerweile mit jedem Anruf &#8230;.. \u00fcber sich hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch eine Schw\u00e4bin &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Frau-am-Telefon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-755\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Frau-am-Telefon.jpg\" alt=\"Internet_Frau am Telefon\" width=\"348\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Frau-am-Telefon.jpg 480w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Frau-am-Telefon-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/a><br \/>\nNoch eine Witwe. Noch \u00e4lter. Auch vom Zollernalbkreis.<br \/>\nAber vornehmer, reicher. Nicht so ganz klar, ist es Demenz oder Raffinesse?<br \/>\nDie Frage, ob Sparsamkeit oder Geiz, bleibt sowieso auf ewig unentschieden.<br \/>\nSie ist \u00fcber eine Landesschau-Sendung auf uns aufmerksam geworden.<br \/>\nUnd wenn eine echte Schw\u00e4bin im Fernsehen von der M\u00f6glichkeit zinsloser Darlehen h\u00f6rt, dann wird frau ja wohl mal anrufen d\u00fcrfen:<br \/>\neine gute Rente, ein sch\u00f6nes Haus, zu gro\u00df, f\u00fcr sie, jetzt, so allein. Aber die Heizung ging kaputt (fr\u00fcher hat sich immer mein Mann drum gek\u00fcmmert) und ein neues Bad hat sie sich geg\u00f6nnt (der Mann war wohl auch und vielleicht noch mehr &#8211; Schwabe) und jetzt dr\u00fcckt die Ratenbelastung schwer und sie ist schon am \u00fcberlegen, ob sie ihre Tageszeitung abbestellt .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frau war einzig mit ihrer Hausbank neu zusammenzubringen: die Tilgung gestreckt, die Rate gesenkt, auf die Zinsen hab&#8216; acht und alles kein Problem mehr.<br \/>\nEinzig der guten alten Frau die Idee auszureden, ihren Kredit ganz schnell und nat\u00fcrlich auf jeden Fall noch zu Lebzeiten abzuzahlen zu wollen, das war wirklich schwer.<br \/>\nDazu brauchte es im Minimum auch von mir ein bisschen Dialekt. Und einen Ansatzpunkt:<br \/>\nF\u00fcr wen eigentlich vollst\u00e4ndig abbezahlen? F\u00fcr die Erben?! Tats\u00e4chlich, da gab es doch tats\u00e4chlich noch &#8222;die Junge\u201c, aber \u201e die welle doch heut nix mehr schaffe&#8220;. Und so fiel die Idee, nicht ganz unbedingt mit einem total schuldenfreiem Verm\u00f6gen sterben zu wollen und sich vielleicht lieber eine Tageszeitung zu Lebzeiten zu leisten, letztlich auf fruchtbaren Boden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt sie noch, die echten, alten Schw\u00e4binnen und eine davon hat sich neulich auch bei uns telefonisch in der Schuldnerberatung gemeldet. Eine alleinstehende Witwe, in den siebzigern, mit kleiner Witwenrente und einer noch viel kleineren Altersrente (&#8222;Mir hen halt gschafft&#8220;). Auch beide kleinen Renten zusammengez\u00e4hlt: weit weg von jeder Pf\u00e4ndbarkeit. Als Regalf\u00fcllerin hat sie &hellip; <a href=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=752\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Schuldnerberatung f\u00fcr sparsame Schw\u00e4binnen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":58,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[20,38,37],"tags":[],"class_list":["post-752","page","type-page","status-publish","hentry","category-deutschland","category-hilfen-fuer-einzelne-menschen","category-hilfen-fuer-verschuldete-menschen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=752"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2234,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/752\/revisions\/2234"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}