{"id":762,"date":"2015-09-08T21:05:10","date_gmt":"2015-09-08T21:05:10","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=762"},"modified":"2021-01-20T11:48:32","modified_gmt":"2021-01-20T11:48:32","slug":"die-mutter-der-taubstummen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=762","title":{"rendered":"Die Mutter der Taubstummen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-761\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1-150x150.jpg\" alt=\"U_Taubstumm.Schule 1\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Scovia Nsamba ist keine gew\u00f6hnliche Mutter: Sie hat zwar selbst 10 Kinder geboren, ist aber auch die \u201eSchulmutter\u201c von \u00fcber 100 Kindern. Von den Leuten in ihrem Dorf und aus der Umgebung wird sie nur die \u201eMutter der Stummen\u201c genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angefangen hat alles vor gut 20 Jahren. Frau Nsamba nahm die taubstumme Tochter ihres Bruders bei sich auf und k\u00fcmmerte sich fortan um das Kind &#8230; <!--more-->Sie brachte ihre\u00a0 Nichte\u00a0 damals in eine Taubstummenschule in der Hauptstadt Kampala. Dadurch begann sie sich auch f\u00fcr das Schicksal anderer taubstummer Kinder zu interessieren. Nach und nach nahm sie weitere Kinder bei sich zu Hause auf.\u00a0 Mit der Zeit wurde aus dem Haus der Familie Nsamba eine kleine Familienschule f\u00fcr Taubstumme und Waisen namens \u201eGood Samaritan\u201c. Eltern setzten ihre taubstummen Kinder einfach bei den Nsambas ab oder lie\u00dfen sich von Scovia \u00fcberreden, ihr behindertes Kind in die Schule gehen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als das Wohnzimmer als Schulraum zu klein und die Schlafm\u00f6glichkeiten im Haus zu eng wurden, wurden weitere Unterrichtsgeb\u00e4ude und ein Schlafsaal auf dem Grundst\u00fcck der Familie Nsamba gebaut. Inzwischen gibt weitere Schulzimmer, denn die Anzahl der Kinder steigt. Es spricht sich herum, dass es einen Ort gibt, an dem taubstumme Kinder lernen und arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Gruppenbild-karriert-aus-2005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-760\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Gruppenbild-karriert-aus-2005-300x225.jpg\" alt=\"Gruppenbild 'karriert' aus 2005\" width=\"426\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Gruppenbild-karriert-aus-2005-300x225.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Gruppenbild-karriert-aus-2005-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Gruppenbild-karriert-aus-2005.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 426px) 100vw, 426px\" \/><\/a>Die taubstummen Kinder aus besser gestellten Familien m\u00fcssen ein Schulgeld zahlen, die meisten Kinder kommen aber aus sehr armen Familien, die nichts bezahlen k\u00f6nnen.\u00a0 Wieder andere Eltern weigern sich, f\u00fcr solch &#8222;nutzlose&#8220; Kinder zu zahlen. Es ist\u00a0 schwierig, in Armutsverh\u00e4ltnissen diese Kinder mit zu versorgen und man braucht zudem viel Geduld.<br \/>\nAber Frau Nsamba gibt die Kleider ihrer eigenen Kinder an die taubstummen Kinder weiter und auch Leute aus dem Dorf und der Umgebung bringen ab und zu Kleidung und Schuhe f\u00fcr die vielen Kinder vorbei.<br \/>\nHerr Nsamba ist Taxifahrer und versorgt mit dem Geld, das er verdient, seine gro\u00dfe Familie mit. Die Familie hat\u00a0 ein gutes St\u00fcck Land: Auf 13 &#8218;Morgen&#8216; werden Lebensmittel angebaut. Samstags ist &#8222;Gartentag&#8220; und alle Kinder arbeiten mit auf dem Feld. So kann sich die Schule fast komplett selbst versorgen. War die Ernte schlecht, helfen Leute aus dem Dorf und bringen etwas vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile ist diese Taubstummenschule in Uganda anerkannt und dem Schulministerium unterstellt. Gut 100 Kinder leben und lernen hier. Sie\u00a0 lernen nicht nur die Taubstummensprache, sondern werden dazu bef\u00e4higt, ihr Leben sp\u00e4ter selbst in die Hand zu nehmen: Die Jungs werden in Holzverarbeitung ausgebildet und die M\u00e4dchen lernen Weben und Schneidern. Und unter den 10 angestellten Lehrern ist nun der erste ehemalige Sch\u00fcler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-761 aligncenter\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1-1024x768.jpg\" alt=\"U_Taubstumm.Schule 1\" width=\"469\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/U_Taubstumm.Schule-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3wWnnUV61RE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Video zur Taubstummenschule <strong>&#8222;Good Samaritarian&#8220;<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Scovia Nsamba ist keine gew\u00f6hnliche Mutter: Sie hat zwar selbst 10 Kinder geboren, ist aber auch die \u201eSchulmutter\u201c von \u00fcber 100 Kindern. 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