{"id":794,"date":"2015-09-09T13:50:00","date_gmt":"2015-09-09T13:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=794"},"modified":"2020-08-25T14:15:49","modified_gmt":"2020-08-25T14:15:49","slug":"das-salem-hospital-entwickelt-sich-weiter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=794","title":{"rendered":"Das Salem-Hospital entwickelt sich &#8230; weiter!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-796\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602-150x150.jpg\" alt=\"DSC_1602\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Als ich 1985 als Kinderkrankenschwester nach Salem in Uganda kam, traf ich dort eine sehr schwierige Situation an. Milton Obote war noch an der Regierung, das Land war heruntergewirtschaftet, die Menschen arm und medizinische Versorgung kaum zug\u00e4nglich. Damals standen die Patienten in langen Schlangen vor dem Salem Hospital und warteten auf Hilfe. Die Patienten litten an Krankheiten, wie Malaria, Durchfall, Lungenentz\u00fcndung aber auch Krankheiten, gegen die geimpft werden kann, wie Masern, Tetanus oder Polio. Am Anfang war es einfach wichtig, dem gro\u00dfen Patientenansturm m\u00f6glichst effektiv zu begegnen &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><br \/>\n<strong>Jahre des Unfriedens<\/strong><br \/>\nMilton Obote wurde bereits 2 Wochen nach meinem Arbeitsbeginn in Afrika von seinem eigenen Milit\u00e4rchef Okello gest\u00fcrzt. <a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2010328113824638371_20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-801\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2010328113824638371_20-300x159.jpg\" alt=\"2010328113824638371_20\" width=\"226\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2010328113824638371_20-300x159.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2010328113824638371_20.jpg 565w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a>Ein halbes Jahr sp\u00e4ter st\u00fcrzte die Rebellenbewegung von Yoweri Museveni die Regierung Okellos.<br \/>\nEigentlich h\u00e4tte nun Uganda ein friedliches Land sein k\u00f6nnen, doch die Rebellenbewegung um Alice Auma, die vom Geist Lakwena beseelt war, brachte mehr Unfrieden nach Ostuganda. Dazukamen noch die Viehraubz\u00fcge der Karimajong, Nomaden des Nordostens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns und unsere Arbeit bedeutete dies mehr Nothilfe zu spenden als Entwicklungsarbeit zu leisten. Die Menschen schliefen aus Angst vor \u00dcberf\u00e4llen\u00a0 oft im Busch.\u00a0 Auch wir flohen oft mit allen Kindern des Kinderdorfes in die n\u00e4chste Stadt,\u00a0 um sicher schlafen zu k\u00f6nnen. \u00dcber Monate hinweg beherbergte Salem hunderte bis tausende von Fl\u00fcchtlingen, die jede Nacht in der Hoffnung auf einen sicheren Schlafplatz nach Salem pilgerten.\u00a0 Das ist \u00e4hnlich den sog. \u201eNachtpendlern\u201c, das sind Kinder, die in Norduganda abends\u00a0 in die St\u00e4dte gehen, um\u00a0 m\u00f6glichen Rebellenangriffen zu entkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Friede kehrt zur\u00fcck<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/IMG-20150626-WA0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-798\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/IMG-20150626-WA0001-225x300.jpg\" alt=\"IMG-20150626-WA0001\" width=\"168\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/IMG-20150626-WA0001-225x300.jpg 225w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/IMG-20150626-WA0001-768x1024.jpg 768w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/IMG-20150626-WA0001.jpg 780w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a>Friede kehrte nach Ostuganda erst Anfang der neunziger Jahre ein. Und erst dann war es m\u00f6glich,\u00a0 eine Entwicklung zu f\u00f6rdern, um Krankheit en vorzubeugen.<br \/>\nIn den folgenden Jahren bis zu meinem Weggang 1995 intensivierten wir Ma\u00dfnahmen zur Krankheitsvorsorge. Dazu wurden station\u00e4re und mobile Impfstationen eingerichtet, die Mitarbeiter\/innen von Salem radelten jeden Monat in andere D\u00f6rfer, um dort Frauen und Kinder zu impfen. EInBasisgesundheitsprogramm wurde aufgebaut, hunderte von traditionellen Hebammen und Dorfgesundheitshelfer geschult, ausger\u00fcstet und betreut. Die anfangs hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllte Unterern\u00e4hrtenstation entwickelte sich zu einem p\u00e4diatrischen Zentrum weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch nach\u00a0 meinem Weggang\u00a0 Mitte 1995 blieb mein Interesse an\u00a0 Salem und ich verfolgte die Entwicklung interessiert weiter.<br \/>\nBis heute unterst\u00fctzen wir das Projekt auf vielf\u00e4ltige Weise und die Oberle-Stiftung greift uns dabei bisweilen kr\u00e4fig unter die Arme &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So konnte die gesamte Kinderstation gebaut und\u00a0 renoviert werden, ein Operationssaal entstand sowie ein Labor. Das\u00a0 Geb\u00e4ude war in die Jahre gekommen und von Termiten zerfressen, deshalb\u00a0 wurde es komplett neu aufgebaut.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-796 alignleft\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602-300x199.jpg\" alt=\"DSC_1602\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602-300x199.jpg 300w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC_1602-1024x679.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wir unterst\u00fctzten den Bau der Krankenpflegschule, dort erlernen derzeit ca. 140 junge Frauen den Beruf der Krankenschwester. In den letzten Jahren konnte ein Entbindungsbett angeschafft, ein Verbrennungsofen f\u00fcr medizinischen Abfall und eine Plazentagrube gebaut, sowie ein Sterilisationsger\u00e4t gekauft werden. Im August 2014 wurde eine Spezialklinik f\u00fcr HIV-Kranke ihrer Bestimmung \u00fcbergeben.<br \/>\nIm Moment werden Wohnungen f\u00fcr Krankenschwestern renoviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">von Gertrud Schweizer-Erler<br \/>\ndirekt zu unserem Projektpartner in Uganda<strong><a href=\"https:\/\/www.tukolere-wamu.de\/w\/\" target=\"_blank\">\u00a0Tukolere Wamu e.V.<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich 1985 als Kinderkrankenschwester nach Salem in Uganda kam, traf ich dort eine sehr schwierige Situation an. Milton Obote war noch an der Regierung, das Land war heruntergewirtschaftet, die Menschen arm und medizinische Versorgung kaum zug\u00e4nglich. 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