{"id":992,"date":"2015-09-13T09:59:01","date_gmt":"2015-09-13T09:59:01","guid":{"rendered":"http:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=992"},"modified":"2020-08-27T12:25:30","modified_gmt":"2020-08-27T12:25:30","slug":"ein-christkind-im-sudan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberle-stiftung.de\/?page_id=992","title":{"rendered":"Ein &#8222;Christkind&#8220; im Sudan"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_UNICEF-pic_Baby-im-Sudan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-994\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_UNICEF-pic_Baby-im-Sudan-150x150.jpg\" alt=\"Internet_UNICEF pic_Baby im Sudan\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/strong>Schwester Barbara schreibt zur Verwendung der Stiftungsmittel aus ihrem &#8222;Einzelhilfefonds&#8220; kurz vor Weihnachten aus dem Sudan:<br \/>\n&#8222;Auch schwerkranken kleinen Patienten konnten wir helfen. Eine Patientin ist Heba (\u00fcbersetzt: Geschenk Gottes). Sie ist ein uneheliches Kind. Da uneheliche Kinder hier eine Schande f\u00fcr die Familienehre sind, werden sie den M\u00fcttern weggenommen, entweder in Khartoum in ein Waisenhaus gebracht oder wenn das der Familie zu aufwendig und teuer ist,\u00a0\u00a0 Interessenten vor Ort gegeben &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><br \/>\nDieses Kindchen nahm eine unserer Nachbarinnen zu sich, da sie keine eigenen Kinder hatte. Wir unterst\u00fctzten sie mit Milch, sonst h\u00e4tte das\u00a0 Kleine wohl keine \u00dcberlebensm\u00f6glichkeiten gehabt.\u00a0 Die Leute \u00fcberschlagen meist nicht die Kosten, wenn sie ein Kind annehmen. Sie sehen es als gute Tat an, die ihnen beim letzten Gericht einmal angerechnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ging ca. drei Wochen gut. Da fuhr die Schwiegermutter, die bei der Frau lebt, in ihr Heimatdorf und beschwerte sich \u00fcber die Schwiegertochter. Sie selbst w\u00fcrde wegen des unehelichen Kindes vernachl\u00e4ssigt und es sei \u00fcberhaupt eine Schande, solch ein Kind aufzunehmen&#8230;<br \/>\nSchlie\u00dflich beschloss der Familienrat, da\u00df das Kind wieder abgegeben werden m\u00fc\u00dfte, sonst d\u00fcrfe der Sohn das Dorf nicht mehr betreten!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was tun? Sie wollten es eigentlich mir geben, aber davon war ich nicht so angetan, denn wo soll ich es lassen, wenn ich arbeite? Da wurde mir erst mal so richtig die Problematik Alleinerziehender bewu\u00dft. Schlie\u00dflich erfuhr ich, da\u00df sie es einer Nubafrau in der Fl\u00fcchtlingssiedlung gegeben hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich diese besuchte, hatte sie nat\u00fcrlich wieder eine andere Milch angefangen und als ich ihr sagte, wieviel so ein Kind braucht und wieviel das im Monat kostet, erschrak sie sehr (es ist mehr als das Monatsverdienst ihres Mannes, der noch eine zweite Frau und mehrere Kinder hat!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Baby-im-Sudan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-993\" src=\"http:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Baby-im-Sudan.jpg\" alt=\"Internet_Baby im Sudan\" width=\"483\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Baby-im-Sudan.jpg 573w, https:\/\/oberle-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Internet_Baby-im-Sudan-300x280.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Tag brachte sie Heba\u00a0 mit schweren Durchf\u00e4llen ins Krankenhaus und dort liegt sie bis heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die vielen Wechsel von verschiedenen Milchen hat Heba nun eine Milchallergie entwickelt und braucht Spezialnahrung, die wir uns aus Khartoum schicken lassen m\u00fcssen. Aber bei der Nubafrau wei\u00df ich Heba nun in guten H\u00e4nden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nuba\u00a0 haben \u00fcberhaupt keine Vorbehalte gegen uneheliche Kinder. Diese Frau ist 10 Jahre verheiratet und kann keine Kinder bekommen. Sie liebt Heba hei\u00df und innig und sagt, sie bleibt solange im Krankenhaus mit ihr, bis die Kleine sich erholt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hoffen, da\u00df die Allergie bald \u00fcberwunden und Heba dann billiger zu ern\u00e4hren ist.<br \/>\nAber \u00fcber das\u00a0 1. Lebensjahr m\u00fcssen wir sicher helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein herzliches Danke f\u00fcr all ihre Hilfe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nIhre Schwester Barbara<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwester Barbara schreibt zur Verwendung der Stiftungsmittel aus ihrem &#8222;Einzelhilfefonds&#8220; kurz vor Weihnachten aus dem Sudan: &#8222;Auch schwerkranken kleinen Patienten konnten wir helfen. Eine Patientin ist Heba (\u00fcbersetzt: Geschenk Gottes). Sie ist ein uneheliches Kind. 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