Einer der die Bälle festhalten will

Foto BZ „Wenn ich einen Ball fange, bin ich glücklich“, sagt Jaufaru Burama.
Der 28 jährige Mann, kam als Flüchtling aus dem Togo nach Deutschland. Er lebt seit 2012 in einer Flüchtlingsunterkunft im Umland von Freiburg. Beim Training nennen ihn alle Jeff.
Seit er 16 Jahre alt ist, spielte er in Togo in einer Fußballmannschaft. Mit Begeisterung. Das erfuhr der Betreuter vom Projektverbund „Bleiberecht“ des Deutschen Roten Kreuzes.

Der Sozialarbeiter stellt den Kontakt zu einem Fußballverein her, in dem bereits afrikanische Studenten trainieren. Jaufaru kommt erst zum Probetraining, dann regelmäßig zum Wochentraining.  In seiner Position als Torwart kann er innerhalb kurzer Zeit von der zweiten in die erste Mannschaft wechseln. Die Fahrtkosten von der Unterkunft zum Kickplatz bringt er aus eigenen Mitteln auf. Seine Vereinskollegen schenken ihm Vereins-Trikots und die Sporthose dazu.
ider fehlt ihm das Geld für Fußballhandschuhe und Fußballschuhe. Mit enem Zuschuss der Oberle-Stiftung  konnte er sich die richtigen Schuhe und gute Handschuhe kaufen. Und hält die Bälle seither noch besser…

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Jeff lebt in der Flüchtlingsunterkunft am Keltenbuck in Kirchzarten in einem kleinen Zimmer mit zwei Männern aus Gambia.
Die Vereinskollegen haben versprochen, sich nach Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten umzusehen. Bisher noch ohne Erfolg. Die Wohnung müsste im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sein – ein Umzug nach Freiburg wäre ihm nicht erlaubt. Jeff Burama hat früher in Togo mit seinem Vater in der Landwirtschaft gearbeitet, danach fünf Jahre in einem großen Unternehmen. „Ich kann alles machen“, sagt er – Hauptsache Arbeit.


Quelle: Badische Zeitung / Anja Bochtler
Jaufaru Burama: „Ich will hier spielen – und hier besser werden“ (veröffentlicht am Di, 24. Juni 2014 auf badische-zeitung.de)

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